Studie belegt: Klimaskeptiker tun mehr für den Umweltschutz als die Klimafanatiker

Studie belegt: Klimaskeptiker tun mehr für den Umweltschutz als die Klimafanatiker

 

 

 

 

 

Auch bei der Klimapolitik stellt sich raus, dass Gutmenschen noch lange keine guten Menschen sind. Wer andere mit moralischer Selbstinszenierung belästigt, handelt selbst noch lange nicht besser. Im Gegenteil: Moderne Klimafanatiker geben die Verantwortung lieber an den Staat ab. Das zeigt die einjährige Längsschnittstudie der drei Autoren Michael P. Hall, Neil A. Lewis Jr. und Phoebe C. Ellsworth vom Department of Psychology (University of Michigan) und dem Department of Communication (Cornell University).

 

 

von Günther Strauß

 

 

Studie belegt: Klimaskeptiker tun mehr für den Umweltschutz als die Klimafanatiker

 

 

Auf Sciencedirect.com berichtet das Trio über das Resultat: 600 US-Bürger wurden durch Clusteranalyse in drei Gruppierungen eingeteilt: 1) in Skeptiker, die kaum an den Klimawandel glauben; (2) in „mäßig Besorgte“, die bedingt an den Klimawandel glauben; und (3) in „stark Besorgten“, deren Glaube und Besorgnis hoch waren.

Resultat: Die sehr Besorgten befürworteten eine staatliche Klimapolitik, sprachen aber wenig über ihr eigenes Tun. Bei den Skeptikern verhielt es sich umgekehrt: Die berichteten über eigenes umweltfreundliches Verhalten, wandten sich aber gegen politische Vorschriften. In dem Artikel „Der letzte Kitzel der Spaßgesellschaft: Die Apokalyptik der Postmoderne“ findet sich eine Begründung für diesen scheinbaren Widerspruch:

 

 

 

 

 

Klima-Aktivisten, die mehrheitlich aus finanziell besseren Verhältnissen stammen, unterliegen dem Konsumzwang nicht weniger als die von ihnen Kritisierten. Das zeigt sich bereits auf den Friday for Future- oder den Extinction Rebellion-Demos: „Zu den Großveranstaltungen reisen Kids und Aktivisten aus nah und fern an, und dabei nutzen sie alles, was sie bei ihren Gegnern verdammen: Sie setzen Flugzeuge und Autos als Transportmittel ein. Sie verwenden Smartphones und Internet, zwei große CO2-Produzenten, zur Kommunikation und Verabredung. Danach eine kleine Stärkung bei McDonald’s. Auch bei Müll- und Abfallproduktion ist man nicht zimperlich.“

 

 

 

 

 

Sie „sind zu keinerlei Verzicht für ihre Idee fähig. Askese wird lediglich vom dämonisierten Gegner verlangt. Ihm soll gelingen, was man selbst nicht packt. Es wäre allzu leicht, hier von Doppelmoral zu sprechen. Womöglich glaubt das Gros jugendlicher Klimafanatiker gar nicht an die eigene Schreckensvision? Oder man spürt am eigenen Beispiel die Unmöglichkeit des geforderten Verzichts? In beiden Fällen projizieren Aktivisten ihren eigenen Konflikt auf den Gegner, den Klimasünder, den sie dafür umso aggressiver bedrohen – so wie 68er Studenten einst den bösen «Kapitalisten».“ Die Frustration der eigenen Schwäche lässt sie nach dem starken Staat, der Regelung durch Politiker rufen.

 

 

 

 

 

 

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alexandra

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