Neueste Studien belegen: Magnesium vermindert das Krebsrisiko. Signifikant!

Neueste Studien belegen: Magnesium vermindert das Krebsrisiko. Signifikant!

Neueste Studien lassen aufhorchen. Zwar ist bekannt, dass ohne Magnesium fast nichts in unserem Organismus geht. Auch, dass Magnesium an über 300 Stoffwechselvorgängen beteiligt ist. Aber das lässt aufhorchen: Magnesium vermindert das Krebsrisiko. Sogar signifikant.

Nach aktuellen Erkenntnissen wird das Krebsrisiko gemindert, wenn der Körper über ausreichend Magnesium verfügt. Insbesondere gilt das für Pankreas- und Dickdarmkrebs, aber vermutlich für jede Art von Krebs. Schon die Erhöhung der täglichen Magnesiumzufuhr bringt signifikante Effekte.

Zwar hat man sich darauf geeinigt, dass die tägliche Magnesiumzufuhr bei rund 375 mg Magnesium (bei Männern, bei Frauen etwas niedriger) liegen sollte, aber viele Situationen im täglichen Leben lassen den Bedarf in die Höhe schnellen. Insbesondere Sport oder ausufernder Dauerstress bei immer mehr Menschen sind wahre Magnesiumkiller. Nicht umsonst gehen vorsichtige Schätzungen davon aus, dass bei rund 25 Prozent der deutschen Bevölkerung ein Magnesiummangel herrscht.

 

 

 

Magnesium wirkt in den Zellen und ist dort an über 300 Enzymprozessen beteiligt, die gestört sind, sobald der Mineralstoff fehlt. Dies führt zu Müdigkeit, Krämpfen, Rückenschmerzen und Herz- Kreislaufproblemen, sowie langfristig zu chronischen Entzündungen und Krankheiten wie Diabetes, Demenz, Alzheimer und eben auch zu Krebs.

Magnesium ist allerdings nur hilfreich, wenn es aus der rungserrung oder aus Nahrungsergänzungsmitteln bioverfügbar gemacht werden kann. Dazu braucht der Organismus unter anderem die Vitamine B1, B6, E, Selen und Zink. Wichtig ist auch, ob die Magnesiumverbindung gut verträglich ist. Last but not least sollte der Anteil an Magnesium (meist angegeben in Prozent vom NRV) entsprechend hoch sein.

Magnesium kommt in der Natur nie metallisch rein, sondern in vielen verschiedenen Verbindungen vor. Dazu ist es einfach zu reaktionsfreudig. Daher spricht man immer auch von Magnesiumsalzen. Diese können sowohl in Reaktion mit anorganischen als auch organischen Säuren entstehen. Zu den organischen Salzen gehören Magnesiumcitrat, Magnesiumglycinat, Magnesiummalat, Magnesiumorotat, Magnesiumhydroxid, das Magnesiumsalz, das aus dem Meersalz gewonnen wird oder Magnesiumaspartat. Bei den anorganischen findet man Magnesiumcarbonat, Magnesiumsulfat oder Magnesiumoxid. Sie wirken unterschiedlich und werden bei spezifischen Beschwerden angewendet.

Magnesiumorotat, eine Verbindung, in der das Magnesium an das Salz der Orotsäure gebunden ist, wird zum Beispiel speziell für die Behandlung des Herz-Kreislauf-Systems verwendet, ist aber für andere Erkrankungen kaum geeignet. Bei Herzproblemen senkt das Magnesium in dieser Form den Blutdruck, lindert entzündliche Veränderungen in den Blutgefäßwänden, entkrampft die Blutgefäße, verhindert die Bildung von Blutgerinnseln und mindert die Gefahr von Ablagerungen. Die Wirkung dieser Verbindung ist sogar so gut, dass die Pharmalobby ins Spiel kam und durchsetzte, dass diese Verbindung nicht mehr als Nahrungsergänzung sondern als Arznei anzusehen sei und nur von Apotheken vertrieben werden darf.

 

 

Krämpfe, egal welcher Art, sind oft das erste Anzeichen für Magnesiummangel. Migräne und Menstruationsbeschwerden, nervöses Lidzucken oder schlichte Wadenkrämpfe sollten sofort die Alarmglocken schrillen lassen. Werden akute Beschwerden ignoriert, stellen sich chronische Krankheiten ein.

So ist Magnesium bei der Prävention gegen Osteoporose ebenfalls ein ausschlaggebender Faktor. Bei Hypomagnesiämie (Mangel an Magnesium) wirkt auch das eingenommene Calcium nicht mehr positiv auf die Knochen, selbst wenn das ebenfalls erforderliche Vitamin D3 nebst K2 ausreichend vorhanden wäre. Und selbst bei Alzheimer spielen entzündliche Veränderungen und oxidaler Stress eine Rolle. Magnesium hemmt beides und steigert die kognitiven Fähigkeiten des Erkrankten.

Eine zweiteilige Studie, an der über 1.500 Menschen teilnahmen, hat in der ersten Phase herausgestellt, dass je 100 mg Magnesium, die pro Tag zusätzlich eingenommen wurden, (egal ob über Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel) das Risiko, kolorektale Adenome (Krebsvorstufe z. B. Darmpolypen) zu entwickeln, um 19 Prozent sinkt. Einschränkungen macht die Studie, indem sie das Ergebnis nur für Teilnehmer verzeichnet, die über 55 Jahre alt waren oder einen BMI (Body-Mass-Index) über 25 hatten. Der durchschnittliche BMI der deutschen Gesamtbevölkerung liegt jedoch über 25 und somit betrifft die Erkenntnis der Studie tatsächlich einen Großteil der Bevölkerung.

 

Neueste Studien belegen: Magnesium vermindert das Krebsrisiko. Signifikant!

 

Der zweite Teil der Studie war die Meta-Analyse, die die Ergebnisse aus Teil 1 der aktuellen Studie mit Daten verschiedener früherer Untersuchungen vergleicht. Dort wurde durch die Wissenschaftler noch eindrucksvoller der ungünstige Einfluss von Magnesiummangel nachgewiesen. Für die Gesamtbevölkerung werden 13 Prozent Risikominimierung bei kolorektalen Adenomen und 12 Prozent bei tatsächlichem Dickdarmkrebs je 100 Milligramm Magnesium zusätzlich am Tag errechnet.

 

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine EPIC-Kohortenstudie, bei der in Europa ca. 142.000 Männer und 335.000 Frauen untersucht worden waren. Die Auswirkungen von Magnesiummangel auf das Pankreas-Krebsrisiko seien ähnlich signifikant, heißt es dort. Eine Erhöhung der Magnesiumaufnahme um 100 Milligramm pro Tag senke das Risiko an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken um 21 Prozent.

 

 

 

Auch hier ist die Einschränkung zu beachten, dass die Ergebnisse nur für Personen mit einem BMI über 25 gelten, trotz der riesigen Datenmenge durch die große Teilnehmerzahl. In der Analyse der Ergebnisse wurde auch eine frühere Studie aus Großbritannien aufgenommen und belegt, dass Männer mit der höchsten Magnesiumaufnahme (423 mg/d) 33 Prozent Risikominimierung erzielten gegenüber Männern mit Magnesiummangel (281 mg/d).

Das sollten überzeugende Argumente sein, den Magnesiumstatus jederzeit im Blick zu behalten und gegebenenfalls zu heben. Da die Gefahr eines Überschusses an Magnesium fast nur bei schwerer Einschränkung der Nierenfunktion zu befürchten ist, spricht vieles für eine sinnvolle Erhöhung des Magnesiumspiegels entweder durch besonders magnesiumreiche Ernährung oder – auch als Unterstützung – durch eine geeignete tägliche Nahrungsergänzung.

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alexandra

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