Intervallfasten: Sechs Gründe, warum es so gesund ist und funktioniert

Intervallfasten: Sechs Gründe, warum es so gesund ist und funktioniert

 

 

Wer schlank und gesund sein möchte, liegt mit Intervallfasten richtig. Neben unkompliziertem Abnehmen hat es nämlich viele positive Effekte auf die Gesundheit: etwa, dass Arteriosklerose verschwinden kann und die Leber sich erholt.

Intervallfasten gibt es in verschiedenen Variationen. Immer steht jedoch eines im Vordergrund: Essen ist nur in einem bestimmten Zeitfenster erlaubt. Beliebt ist vor allem die 8:16-Methode: In einem Zeitfenster von acht Stunden darf gegessen werden, darauf folgen 16 Stunden Essensverzicht.

Welche Wirkung hat Fasten?

Die Fastenzeit kann die Stoffwechsellage im Körper verändern. Einerseits lösen sich dadurch Fettdepots auf, und zwar an der richtigen Stelle. Andererseits beseitigt Intervallfasten die wichtigsten Risikofaktoren für ernsthafte Leiden, manche Krankheiten könnten dadurch sogar fast geheilt werden.

 

 

 

Allerdings ist diese Diätform noch relativ jung und außer Studien mit geringer Teilnehmerzahl oder Tieruntersuchungen sind große, valide Studien eher selten. Als gesichert gelten jedoch heute bereits einige beachtliche Wirkungen von Intervallfasten auf die Gesundheit.

1. Intervallfasten greift gezielt das gefährliche Bauchfett an

Das sogenannte viszerale Fett, das sich direkt vorne in der Körpermitte ansammelt, ist besonders gefährlich für die Gesundheit, weil es unter anderem wie ein eigenständiges Organ Hormone und Entzündungsstoffe produziert.

Bereits von außen erkennbar ist die riskante Fettansammlung als strammer, sogenannter Bierbauch oder Kugelbauch. Im Gegensatz dazu ist der Fettbauch, der sich vor allem in hängenden Wülsten ausdrückt, zwar kosmetisch ebenfalls unschön, doch gesundheitlich nicht ganz so gefährlich, weil sich das Fett unter der Haut abgelagert hat und keine Organe betrifft.

Intervallfasten reduziert das viszerale Fett ebenso effektiv wie eine Diät, bei der dauerhaft Kalorien reduziert werden, zeigt eine aktuelle Studie, die im „American Journal of Clinical Nutrition“ veröffentlicht wurde.

2. Diabetes vorbeugen, gegen Prädiabetes

Sinnvoll ist Intervallfasten auch im Zusammenhang mit Diabetes-Prävention. Das ist wichtig für diejenigen, die bereits übergewichtig sind und damit ein Risiko für Typ-2-Diabetes haben. Empfehlenswert ist diese Diätform jedoch vor allem für Menschen mit Prädiabetes. Diese Frühform bedeutet, dass die Blutzuckerwerte erhöht sind, allerdings noch nicht die für Diabetes typische Höhe erreicht haben.

Oft besteht bereits Insulinresistenz. Das bedeutet, die Zellen öffnen sich dem Energielieferanten Insulin nicht mehr, Insulin und Zucker reichern sich im Blut an und schädigen die Gefäße.

Intervallfasten setzt genau an diesem Punkt an. Es kann die Insulin-Empfindlichkeit der Zellen wieder erhöhen und der Blutzucker wird dadurch schneller abgebaut, worauf Studien hinweisen.

Auch die Bildung neuer insulin-produzierender Zellen in der Bauchspeicheldrüse könnte Intervallfasten anregen.

Slikovni rezultat za intervalfasten

3. Fettleber wird „schlank“

Fettablagerungen in der Leber erhöhen das Risiko für Diabetes, Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Oft ist Alkohol Ursache für die Fettleber, immer häufiger jedoch zu viel Fett und Zucker in der Nahrung. Jeder fünfte Deutsche leidet unter einer nicht-alkoholischen Fettleber. Intermittierendes Fasten greift das gefährliche Organfett der Leber an, weil bei dieser Diät der Körper von Kohlenhydrat- auf Fettstoffwechsel umstellt. Fett wird dadurch besonders rasch abgebaut.

 

 

 

Gleichzeitig werden in der Leber kaum noch giftige Zwischenprodukte abgelagert, wie das sonst beim ständigen Essen der Fall ist. Zusätzlich führt das stunden- oder tageweise Fasten dazu, dass die Leber ein Protein produziert, das die Aufnahme von Fettsäuren in der Leber abbremst. Dieses Protein kann außerdem Zellschäden reparieren. Es liegt also nahe, dass damit auch die Zellverjüngung unterstützt wird.

4. Anti-Aging für das Gehirn

Vor allem bei den Gedächtnisfunktionen könnte Intervallfasten wie Anti-Aging wirken, darauf deutet eine US-Studie hin, die an Mäusen durchgeführt wurde. Demnach verzögern sich altersbedingte Gehirnveränderungen, etwa der motorischen Koordination, Lern- und Merkfähigkeit nehmen zu. Zusätzlich nimmt der oxidative Stress der Zellen ab, der bekanntlich mit Alterungserscheinungen, aber auch Krankheiten verbunden ist.

Ob dieser Effekt auch auf den Menschen zutrifft, ist allerdings noch nicht ausreichend belegt.

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alexandra

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