Elefanten bringen Glück

Elefanten bringen Glück

 

 

 

 

 

“Das Kamel für die Liebe, den Elefant für das Glück und das Pferd für den Sieg.”

Aus Rajahstan

 

 

 

 

Charakterlich offen , unglaublich stark und als Pflanzenfresser friedlich. Es erstaunt nicht wirklich , dass der Elefant zum Glücksbringer wurde.

Sehen und gesehen werden | Tiere » Säugetiere | Jürgen Werres / pixelio

© Jürgen Werres/PIXELIO

 

 

 

 

 

Groß, grau, gemütlich – über den Elefanten denken wir nur das Beste. Und so brauchte der Landriese nicht lange, um zum Liebling der Menschen zu werden. Mehr noch: Er gilt als Glücksbringer, weil er alle guten Eigenschaften verkörpert, die wir Menschen gerne hätten. Und zwar längst nicht nur in den Ländern, in denen er lebt, sondern in allen Kulturen.

Vielleicht eroberten beim Feldzug des Hannibal die Elefanten schon die Herzen der Europäer: Zwar verendeten viele der sonnengewohnten Tiere beim Überqueren der schneebedeckten Alpen, aber die furchteinflößenden Kriegsmaschinen verkörperten das, was jeder gerne hätte: Stärke.

So ist es auch zwei Jahrtausende später geblieben: Wir bewundern die Größe und Stärke des Elefanten und haben ihn deshalb zu unserem Glücksbringer erkoren.

Doch es ist noch eine Reihe weiterer Eigenschaften, die die Menschen am Elefanten fasziniert. Und indem die Menschen ihn verehren, hoffen sie, dass etwas vom sensiblen Dickhäuter auf sie übergeht.

 

 

 

 


Das Elefantengedächtnis

Das erste, was man Kindern beibringt, wenn man im Zoo am Elefantengehege steht, ist, dass der Elefant ein sagenhaftes Gedächtnis hat. Ab diesem Moment ist ihm die Bewunderung des Kindes sicher: Wer einmal Vokabeln gepaukt, sie aber bis zum nächsten Morgen wieder vergssen hatte, kann nur voller Ehrfurcht lauschen, wenn sich ein Elefant Dinge über zehn, 20 oder noch mehr Jahre merken kann. Ein Tier! Es muss klug sein!

Dass dem so ist, beweist die erfahrene Elefantenkuh, die die Herde  von bis zu 30 Tieren in der Wildbahn führt: Sie sorgt umsichtig dafür, dass der Verbund zu den passenden Futter- und Wasserstellen kommt.

Und so liegt der Grundstein für die positive Einstellung, die Menschen auch in unseren Breitengraden dem Elefanten entgegen bringen.


“Ob zwei Elefanten kämpfen oder sich lieben, das Gras nimmt Schaden.”

Aus Indien

 

 

 

Der Friedliebende

Zu den Vorzügen, die der Elefant mitbringt, gesellt sich, dass er Vegetarier ist. Da fließt kein Blut: Seine Mahlzeit muss keine anderes Tier mit dem Leben bezahlen. Diese biologische Tatsache bringt dem Pflanzenfresser weitere Sympathien ein.

Dass er sich Blätter und Heu ganz aristokratisch mit dem Rüssel ins Maul schiebt, lässt ihn zudem edler wirken als die anderen Tiere, die sich direkt mit dem Maul zu ihrer Mahlzeit hinabbeugen müssen. (Ausnahme Giraffe, sie streckt den Hals ins Blattwerk der Bäume) Jeder der Drei-Tonner braucht täglich 200 Kilo Nahrung.


Wussten Sie …

dass Elefanten das beste soziale Netzwerk aller Landsäugetiere haben?

Ein erfahrenes weibliches Leittier führt eine Gruppe von Töchtern und Enkelinnen bis zu ihrem Tod an und von ihrer Weisheit hängt das Wohlergehen der Familie ab. Je besser dieses Tier zwischen Freund und Feind unterschieden kann, desto mehr Jungtiere kommen in einer Gruppe zur Welt.

Ich habe es geschafft.... | Tiere » Säugetiere | Michael Ottersbach / pixelio

© Michael Ottersbach/PIXELIO

dass es auch bei Elefanten einen „Kindergarten“ gibt?

Bei den Indischen Elefanten ist ein Elefantenweibchen für die Betreuung der Jungen zuständig und passt auf, dass sich keines zu weit von der Gruppe entfernt, während der Großteil der anderen ausgewachsenen Elefanten auf Nahrungssuche geht.

 

 

 

 

 

dass Elefanten wie Menschenkinder bei Verlust von Angehörigen psychisch leiden?

„Dickhäuter“ erleiden ernste psychische Probleme, wenn sie miterleben müssen, wie Familienmitglieder und Leittiere getötet werden. Ein Menschenkind erkrankt in einer ähnlichen Situation, in der die familiäre Bindung komplett wegfällt, oftmals am Posttraumatischen Stresssyndrom (PTSD). Psychologen wissen, dass sich soziales Verhalten vor allem in der Kindheitsphase entwickelt. Elefanten haben eine ähnliche Kindheit wie wir, deshalb ist dieser Effekt bei ihnen wahrscheinlich genauso, sagt die Psychologin Felicity de Zulueta.

 

 

 

 

Der Familienverband

Wie bei den Delfinen, erkennt der Mensch im Sozialverhalten der Elefanten auch seine eigenen Gesellschaftsformen wieder: ohne Familienverband geht nichts. Man zieht den Nachwuchs gemeinsam groß, Jung lernt von Alt, man unterstützt sich gegenseitig. Kurz und gut: Auch erkrankte, verletzte oder alte Tiere werden von der Herde geschützt – also genau das, was sich auch der Mensch von seinen Artgenossen wünscht.

Elefanten überqueren den Letaba-River | Städte » Afrika | Janine Grab / pixelio

© Janine Grab/PIXELIO


“Der Büffel prahlt nicht mit seiner Kraft, wenn der Elefant da ist.”

Aus Afrika

 

 

 

 

Ohren oder Öhrchen?

Sowohl auf dem asiatischen wie auch auf dem afrikanischen Kontinent leben Elefanten in freier Wildbahn. Sie unterschieden sich durch eine wesentliche Sache: die Ohren.

Die asiatischen Elefanten, die in Indien oder Thailand leben, haben kleinere Öhrchen.

Die afrikansichen Elefanten dagegen sind an ihren sehr ausladenden Ohren zu erkennen.

 

 

 

 

Der Elefantengott ist zuständig fürs Glück

Dass der Elefant zum Glücksbringer wurde, verdankt er also seinen positivem Image: Lebensweise wie Verhalten des Dickhäuters imponieren dem Menschen. Den entscheidenden Schritt machten dann aber die Inder: Ihre Gottheit Lord Ganesha erhielt einen Elefantenkopf. Er ist zuständig für Erfolg und gutes Gelingen – also Glück.

Inzwischen gilt jeder Elefant als Glücksbringer. Am besten soll er reich geschmückt und verziert sein. Als Statue bringt der Elefant dann besonders viel Glück, wenn er seinen Rüssel hoch erhoben trägt – so, wie sich Elefanten begrüßen.

Seine Kraft und Klugheit nutzen dem Elefanten allerdings nichts gegen die Gier der Menschen. Wer den Dickhäutern helfen möchte, damit sie nicht nur ein Glückssymbol sind, sondern auch selbst ein glückliches Leben führen können – es währt im Übrigen rund 60 Jahre – kann beispielsweise für die Schutzprogramme des WWF spenden.

 

 

 

 

 

 

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alexandra

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