Das Coronavirus-Spezial – Wann Symptome sich bemerkbar machen, was man wissen und worauf man achten sollte

Das Coronavirus-Spezial – Wann Symptome sich bemerkbar machen, was man wissen und worauf man achten sollte

 

 

 

 

Dieser praktische Leitfaden, der auf dem Rat von führenden Gesundheitsexperten basiert, soll überforderten Bürgern helfen sich in dem Informationsdschungel bezüglich des Coronaviruses zurechtzufinden.

Das neue Coronavirus (Covid-19) verbreitet sich sehr schnell. Mittlerweile hat man bei mehr als 116.000 Menschen eine entsprechende Infektion nachgewiesen, und weltweit wurden mehr als 4.000 Todesfälle registriert.

Die meisten der täglich neu gemeldeten Fälle sind derzeit außerhalb Chinas, und das Virus verbreitet sich offensichtlich in ganz Europa.

In Deutschland wurden inzwischen 1.457 Fälle bestätigt. Leider sind bis jetzt zwei drei Patienten verstorben.  (Stand 11. März 2020, 15:00)
Aktuelle Zahlen weltweit kannst Du jederzeit im Live-Tracker am Ende dieses Artikels abrufen.

Experten warnen seit Jahren davor, dass ein größerer Seuchenausbruch weltweit überfällig ist, aber jeder Einzelne kann immer noch viel tun, um sich und andere zu schützen.

 

 

 

 

Was sind Coronaviren?

Bei Coronaviren handelt es sich um eine bestimmte Familie von Viren, die bei Tieren Krankheiten verursachen. Sieben davon, einschließlich des neuen Virus, haben es geschafft, sich auf den Menschen zu übertragen, wobei die meisten lediglich Erkältungssymptome verursachen.

Zwei dieser Coronaviren – und zwar das Atmungssyndrom im Nahen Osten (MERS) und das Schwere Akute Respiratorische Syndrom (SARS) – sind sehr viel ernster und haben seit 2002 mehr als 1.500 Menschen getötet.

 

 

 

 

Das Coronavirus ist ein schon seit den achtzigern bekannter Virus. Der Aktuelle Covid-19 Virus ist jedoch eine Mutation.

Das neue Virus, bekannt unter seiner offiziellen Bezeichnung als ‚Covid-19‘, ist ebenfalls sehr viel gefährlicher als eine einfache Erkältung. Bisher wurden etwa 15 bis 20 Prozent der Krankenhausfälle als „schwer“ eingestuft, und die derzeitige Sterblichkeitsrate schwankt – je nach Standort und vor allem abhängig von Zugang zu guter Krankenhausversorgung – zwischen 0,7 und 3,4 Prozent.

Dies ist viel weniger als seinerzeit bei MERS (30 Prozent) oder SARS (10 Prozent), aber immer noch eine erhebliche Bedrohung.

Wissenschaftler in China glauben, dass Covid-19 zu zwei Stämmen mutiert ist, und einer dieser beiden aggressiver als der andere, was die Entwicklung eines Impfstoffs erschweren könnte.

 

 

 

 

Was sind die Symptome des neuen Coronavirus?

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind dies normalerweise die Hauptsymptome des Coronavirus:

  • Trockener Husten
  • Fieber
  • Müdigkeit
  • Kurzatmigkeit (in schwereren Fällen)

Einige Patienten haben möglicherweise „Schmerzen, verstopfte Nase, laufende Nase, Halsschmerzen oder Durchfall“, so die Weltgesundheitsorganisation. „Diese Symptome sind normalerweise mild und setzen allmählich ein. Manche Menschen infizieren sich zwar, entwickeln indes keine Symptome und fühlen sich nicht unwohl.“

Diese Symptome ähneln zudem anderen Atemwegserkrankungen wie etwa der Grippe und Erkältung. Wenn Du also irgendwelche Symptome hast, solltest Du Folgendes beachten:

  • Bist Du in den letzten zwei Wochen in ein Gebiet mit hohem Risiko gereist, inbesondere China, Südkorea oder Norditalien?
  • Warst Du in engem Kontakt mit jemandem, der mit dem Coronavirus infiziert ist?

 

 

 

 

Wie lange dauert es, bis Symptome auftreten?

Man geht davon aus, dass die Symptome zwischen zwei und zehn Tagen nach der eigentlich Ansteckung mit dem Virus auftreten. Es kann jedoch auch bis zu 24 Tage dauern.

Die meisten Menschen (etwa 80 Prozent) erholen sich von der Krankheit von selbst, ohne dass eine besondere Behandlung erforderlich ist. Etwa jeder sechste Mensch (16 Prozent) erkrankt jedoch schwerwiegend und entwickelt Atembeschwerden.

Ältere Menschen und Menschen mit vorhandenen medizinischen Problemen wie Bluthochdruck, Herzproblemen, Lungenbeschwerden oder Diabetes entwickeln mit größerer Wahrscheinlichkeit schwere Erkrankungen aus dem Virus.

 

 

 

 

 

 

Wann braucht man medizinische Hilfe?

Menschen mit Fieber, Husten und Atembeschwerden sollten rasch medizinischen Rat einholen.

Am besten jedoch zunächst telefonisch, so dass Du nicht aus dem Haus gehen musst.
Ebenfalls anrufen solltest Du, wenn:

  • Du denkst, dass Du das Coronavirus haben könntest
  • Du den letzten 14 Tagen in einem Land oder Gebiet mit einem hohen Coronavirus-Risiko warst
  • Du in engem Kontakt mit jemandem warst, der mit dem Coronavirus infiziert ist

Atemschutzmasken werden zu horrenden Preisen verkauft.

 

 

 

 

Was ist, wenn ich mich unwohl fühle, nachdem ich kürzlich aus einem Gebiet mit hohem Risiko zurückgekehrt bin?

In einigen Fällen wird man Dich möglicherweise auffordern, Dich selbst unter Quarantäne zu stellen, um andere zu schützen, auch wenn Du selbst keine Symptome hast, aber in einem Gebiet mit hohem Risiko warst.

Nutze diesen Leitfaden, um herauszufinden, wie Du Dich und andere schützen kannst.

Gehe nicht gleich zum Hausarzt, einer Apotheke oder einem Krankenhaus, denn wenn Du das Virus hast, könntest Du andere damit infizieren.

Wie man sich selbst unter Quarantäne stellt, wenn man glaubt, das Coronavirus zu haben

Wenn Du meinst, dass Du das Virus haben könntest, sollten Du versuchen, Dich zu isolieren oder selbst unter Quarantäne zu stellen.

Dies bedeutet, dass Du:

  • zuhause bleibst
  • Arbeitsplatz, Schule und andere öffentliche Bereiche meidest
  • öffentliche Verkehrsmittel und Taxis meidest
  • Bitte Freunde und Familie, Dir Lebensmittel, Medikamente usw. nachhause zu bringen, damit Du nicht in die Läden gehen musst
  • Rate potentiellen Besuchern ab, zu Dir zu kommen

 

 

 

 

Wie genau verbreitet sich das neue Coronavirus und wie kann ich mich schützen?

Sorgfältige Reinigung der Hände ist die erste und wichtigste Schutzmassnahme.

Ebenso wie Erkältungs- und Grippeviren, verbreitet sich das neue Virus über winzige Tröpfchen, wenn eine andere Person hustet oder niest. Diese Tröpfchen landen dann auf Oberflächen und werden von anderen aufgenommen und weiter ausgebreitet. Menschen ziehen sich das Virus zu, wenn sie mit ihren infizierten Händen Mund, Nase oder Augen berühren.

Daraus folgt, dass das Wichtigste, was Du zu Deinem eigenen Schutz tun kannst, in sorgfältiger Handhygiene besteht, indem Du Deine Hände besonders häufig und gründlich mit Wasser und Seife oder einem Händedesinfektionsgel wäschst.

Zudem solltest Du se vermeiden, Mund, Nase oder Augen mit ungewaschenen Händen zu berühren – etwas, das wir wohl alle durchschnittlich etwa 15 Mal pro Stunde unbewusst tun.

Weitere Tipps sind:

  • Nimm für unterwegs ein Händedesinfektionsmittel mit, um die häufige Reinigung Deiner Hände zu erleichtern
  • Wasche Deine Hände stets vor dem Essen oder bevor Du Dein Gesicht berührst
  • Sei besonders vorsichtig, wenn Du mit Dingen in Berührung gekommen bist und dann Dein Gesicht auf stark frequentierten Flughäfen und in anderen öffentlichen Verkehrssystemen berührst
  • Nimm Einweg-Taschentücher mit, bedecke Nase und Mund, wenn Du husten oder niesen musst, und entsorge das Taschentuch dann vorsichtig (der internationale Slogan dazu lautet „catch it, bin it, kill it“, das heißt, man sollte das Virus abfangen, entsorgen, vernichten)
  • Iss keine Snacks oder irgendetwas zwischendurch aus Päckchen oder Schalen, in denen andere mit ihren Fingern waren
  • Vermeide es, anderen die Hand zu geben oder auf die Wange zu küssen, wenn Du den Verdacht hast, dass Viren im Umlauf sind
  • Du solltest regelmäßig nicht nur Deine Hände reinigen, sonder auch Oberflächen und Geräte, welche Du häufig berührst oder anfasst

 

 

 

 

Sind es nur Tröpfchen aus Nase und Mund, die das neue Virus verbreiten?

Wahrscheinlich nicht, doch sind sie das bei weitem häufigste Risiko.

Gesundheitsbehörden weisen die Ärzteschaft darauf hin, dass das Virus wahrscheinlich auch in anderen Körpersekreten wie Blut, Kot und Urin enthalten ist.

Auch hier ist gründliche Hand- und Oberflächenhygiene zentral wichtig.

 

 

 

 

 

Wie kann ich meine Familie, insbesondere Kinder, schützen?

Kinder sind ein Hauptüberträger für die Verbreitung von Tröpfchenviren, weil sie physisch so viel miteinander interagieren und nicht gerade besonders gut darin sind, lange sauber zu bleiben.

Das Virus scheint ältere Menschen verstärkt zu treffen, doch auch Kinder können sich infizieren und schwere Krankheiten bekommen, so wird gewarnt.

Du kannst jedoch jedoch das Risiko, dass Kinder Viren übertragen oder sich anstecken, deutlich verringern:

  • Erkläre ihnen, wie sich Keime ausbreiten und wie wichtig gute Hände- und Gesichtshygiene ist
  • Halte Haushaltsoberflächen stets sauber, insbesondere in der Küche, im Badezimmer, sowie Türgriffe und Lichtschalter
  • Verwende saubere oder Einweg-Tücher, um Oberflächen abzuwischen, damit Sie nicht etwa Keime von einer Oberfläche auf eine andere übertragen
  • Gib jedem sein eigenes Handtuch und stelle sicher, dass jeder weiß, dass er Zahnbürsten usw. nicht mit anderen teilen sollte
  • Halte Dein Zuhause trocken und gut gelüftet (Bakterien gedeihen gut in muffigen Umgebungen)

 

 

 

 

 

Was ist mit Gesichtsmasken – sind sie wirksam?

Papiergesichtsmasken werden von vielen wichtigen Gesundheitsbehörden für normale Bürger aus gutem Grund nicht empfohlen.

Sie passen nicht gut, und der Schutz, den sie anfänglich bieten könnten, erlischt bald. Schlimmer noch, sie werden im Inneren rasch feucht und bieten dann die perfekte Umgebung, in der Keime gedeihen können. Desweiteren werden sie zu einer Gefahr für andere, wenn sie unachtsam entsorgt werden.

Eine Ausnahme wäre, wenn jemand Symptome wie Husten oder Niesen zeigt. Eine Maske kann dann verhindern, dass das Virus an belebten Orten auf andere übertragen wird.

 

 

 

 

 

Kann das neue Coronavirus wirksam behandelt werden?

Es gibt keine einfache Heilung für das neue Coronavirus, genauso wie es keine wirkliche Heilung für die normale Erkältung gibt.

In den allermeisten Fällen ist die Krankheit nur mild. Symptome wie Fieber und allgemeine Beschwerden können mit Aspirin und Ibuprofen, oder mit verpackten Erkältungs- und Grippemitteln behandelt werden, welche die entsprechenden Wirkstoffe davon enthalten.

In schwereren Fällen, in denen sich eine Lungenentzündung entwickelt, liegt die eigentliche Gefahr. Eine virusbedingte Lungenentzündung kann nicht mit Antibiotika behandelt werden, und zumindest im Moment gibt es keine für dieses spezielle Virus spezifischen Virostatika.

Stattdessen konzentrieren sich die Ärzte darauf, die Lungenfunktion der Patienten so gut wie möglich zu unterstützen. In den schwersten Fällen wird Sauerstoff verabreicht oder der Patient wird an ein Beatmungsgerät angeschlossen.

Andere Symptome, wie etwa Fieber und Unwohlsein werden mit Medikamenten wie Aspirin und Ibuprofen behandelt. Sekundärinfektionen werden womöglich mit Antibiotika behandelt.

 

 

 

 

 

Sind einige Personengruppen besonders gefährdet?

Daten aus China deuten darauf hin, dass Menschen jeden Alters einem gewissen Risiko ausgesetzt sind, sich mit dem Virus zu infizieren, obwohl ältere Menschen eher eine schwere Krankheit daraus entwickeln.

Zu den Personen mit einer verringerten Überlebenschance bei einer Lungenentzündung gehören:

  • Personen über 65 Jahre
  • Kinder unter 2 Jahren
  • Menschen mit vorhandenen Gesundheitsproblemen oder einem geschwächten Immunsystem

Von den ersten 425 bestätigten Todesfällen auf dem chinesischen Festland waren 80 Prozent Menschen über 60 Jahre alt, und 75 Prozent hatten irgendeine Form von Grunderkrankung.

 

 

 

 

 

Gibt es einen Impfstoff gegen das Coronavirus?

Derzeit gibt es keinen Impfstoff, aber Wissenschaftler auf der ganzen Welt bemühen sich um einen Impfstoff, da China Informationen über den genetischen Code sogleich weitergegeben hat.

Ein potenzieller Impfstoff dürfte jedoch frühestens nach einem Jahr verfügbar werden und wird dann höchstwahrscheinlich zunächst an Gesundheitspersonal verabreicht, bei denen das größte Risiko besteht, dass Mitarbeiter sich mit dem Virus infizieren. Darüber hinaus glauben Forscher in China, dass sich das Virus möglicherweise in zwei verschiedene Stämmen umgewandelt hat, von denen einer besonders aggressiv ist, was die Suche nach einem Impfstoff zusätzlich erschwert.

Derzeit kann es nur um eine bestmögliche Eindämmung und die Erhöhung der Krankenhauskapazitäten zur Behandlung von Patienten gehen. Der Conornavirus-Aktionsplan der meisten Regierung zielt darauf ab, die Epidemiekurve der Krankheit zu verzögern und zu glätten, um zu verhindern, dass die Gesundheitssysteme überfordert werden.

Die Fähigkeit zur Behandlung von Patienten, die eine Krankenhausversorgung benötigen, wird eine große Herausforderung sein, wenn sich die Ausbreitung des Virus fortsetzt. Wir alle sollten dazu beitragen, den Ausbruch zu verlangsamen, indem wir die vorstehenden Hinweise befolgen.

 

 

 

 

 

Was wird auf den Flughäfen unternommen?

Für die Flughäfen wurde in den meisten Ländern eine „verbesserte Überwachung von Direktflügen“ aus China und vielen anderen Orten angekündigt.

An großen Knotenpunkt-Flughäfen auf der ganzen Welt sind die Behörden noch weiter gegangen und überprüfen die Körpertemperatur der Passagiere bei der Ankunft und verteilen Händedesinfektionsmittel, um die Ausbreitung des Virus zu bekämpfen.

Untersuchungen haben ergeben, dass die Handreinigungsmaßnahmen in 10 globalen Luftverkehrsknotenpunkten die Ausbreitung des Virus um bis zu 40 Prozent reduzieren konnte.

 

 

 

 

 

 

Wo ist nun der sicherste Platz im Flugzeug?

Der beste Platz ist ein Fensterplatz in der Mitte der Kabine. Dies liegt daran, dass das Risiko einer Infektion mit Tröpfchen verringert wird, die von Personen abgegeben werden, die in den Gängen auf und ab gehen (siehe nachstehende Abbildung):

 

 

 

 

 

 

Was ist der Unterschied zwischen einem Coronavirus und einem Grippevirus?

Coronaviren und Grippeviren können ähnliche Symptome verursachen, doch sind sie genetisch sehr unterschiedlich.

„Grippeviren inkubieren sehr schnell – zwei bis drei Tage nach der Infektion treten häufig Symptome auf, doch bei Coronaviren dauert es viel länger“, sagt Professor Neil Ferguson, Wissenschaftler für den Ausbruch von Epidemien am Imperial College London.

„Mit dem Grippevirus werden Sie immun, aber es zirkulieren viele verschiedene Viren.

 

 

 

 

 

Welche Risiken bestehen, wenn das Coronavirus mutiert?

Chinesische Beamte haben gewarnt, dass das Virus bereits zu mutieren beginnt und dass zwei Stämme im Umlauf sind.

„Die Befürchtung ist, dass, wenn Sie ein neues Virus haben, das einen menschlichen Wirt erschließt, es möglicherweise mutiert und sich beim Menschen leichter verbreiten könnte“, sagte Jonathan Ball, Professor für molekulare Virologie an der Universität Nottingham, gegenüber The Telegraph.

Die genetische Sequenz des Virus zeigt eine langsame Mutationsrate, fügt Prof. Ferguson hinzu. „Könnte das Virus mutieren und so tödlicher und übertragbarer werden? Das ist Spekulation.“

 

Hier geht’s zum Live-Tracker

Coronavirus Live-Tracker

(Screenshot vom 5. März 2020)

Wenn Du Dir selbst einen zuverlässigen Überblick über die neueste Entwicklung verschaffen möchtest, kannst Du dafür diese Live-Karte und das Bedienfeld nutzen, die erstellt wurden, um die Aktualisierungen nach dem Ausbruch jederzeit verfolgen zu können.

 

 

 

 

 

 

 

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alexandra

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