Jangtse-Riesenweichschildkröte – Letztes bekanntes Weibchen gestorben

 

 

 

Die Jangtse-Riesenweichschildkröte ist beinahe ausgestorben, nun starb das letzte bekannte Weibchen in einem chinesischen Zoo – ausgerechnet bei dem Versuch, die Art zu retten.

 

Eine Jangtse-Riesenweichschildkröte

National Geographic/ Getty Images

Eine Jangtse-Riesenweichschildkröte

 

 

 

Die Jangtse-Riesenweichschildkröte gilt als eine der seltensten Tierarten der Welt. Nur vier bekannte Exemplare gab es weltweit, zwei wild lebende in Vietnam sowie zwei im Zoo der chinesischen Stadt Suzhou. Dort starb nun eine der Schildkröten – und damit möglicherweise auch die Chance der Art aufs Überleben. Denn das Tier war das letzte bekannte Weibchen dieser Schildkrötenart.

Beim anderen Tier im Zoo von Suzhou handelt es sich um ein Männchen, das Geschlecht der beiden Tiere in Vietnam ist unbekannt. Das 90 Jahre alte Weibchen starb am Samstag, nach einem Versuch, das Tier künstlich zu besamen. Die Schildkröte erholte sich von diesem Eingriff jedoch nicht mehr. Nach dem Tod entnahmen Experten nach Angaben des Zoos von Suzhou das Eierstockgewebe des Tiers für die zukünftige Forschung.

Die Jangtse-Riesenweichschildkröte gilt als eine der größten Süßwasserschildkröten der Welt. Sie hat einen lederartigen, weichen Panzer und kann rund einen Meter lang und bis zu 140 Kilogramm schwer werden. Ihr Lebensraum erstreckt sich über das südliche China und den Norden Vietnams, durch Flussregulierungen und Dammbauten wurde der Lebensraum der Tiere jedoch weitgehend zerstört.

 

 

 

 

 

ene/AP

 

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